Fernsehen: Veränderung der Nutzungsstrategien
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Schlagworte

Fernsehen
Jugendliche
Kinder
Geschichte der Medienpädagogik

Zitationsvorschlag

Doelker-Tobler, Verena. 2025. „Fernsehen: Veränderung Der Nutzungsstrategien: Die Nachfrage Nach Programm-Qualität Wird Zunehmen“. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung 66 (Verena Doelker-Tobler):97-106. https://doi.org/10.21240/mpaed/66/2025.06.24.X.

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Copyright (c) 2025 Verena Doelker-Tobler

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Abstract

In ihrem Beitrag reflektiert Verena Doelker-Tobler über die Herausforderungen und Chancen zeitgemässer Fernsehgestaltung im Spannungsfeld von Ethik, Bildung und Mediennutzung. Sie kritisiert die Stagnation in der Programmgestaltung, in der medienethische und zielgruppenorientierte Aspekte zu wenig berücksichtigt werden, und plädiert für innovative, rezipientenorientierte Programme – besonders im Bildungs- und Jugendbereich. Wiederkehrende Debatten etwa über Bildschirmgewalt zeigen laut Doelker-Tobler, dass bisherige Lösungsansätze kaum Fortschritte bringen. Stattdessen fordert sie eine Verbindung von Forschung, Programmentwicklung und ethischem Handeln.
Zentrale Bedeutung misst sie dem sogenannten «B-Journalismus» bei: Bildungsprogramme, die neben Information und Unterhaltung gezielt auf Lebenshilfe, Selbstaktivierung und gesellschaftliche Teilhabe setzen. In der Abteilung «Familie und Bildung» des Schweizer Fernsehens wurden bereits konkrete Modelle umgesetzt, u. a. durch Zusammenarbeit mit über 50 Bildungsinstitutionen im Rahmen der IOEB/TV DRS. Diese Vernetzung fördert eine breitenwirksame Nutzung von Bildungsinhalten und ermöglicht Rückkopplung durch Beratung und Folgeprogramme.
Doelker-Tobler betont, dass technische Mittel allein nicht ausreichen, um die Herausforderungen der Mediengesellschaft zu bewältigen. Es brauche systematische Kooperation, dramaturgisch zuschauerfreundliche Gestaltung und medienpädagogische Verantwortung. Trotz kommerziellen Zwängen und Quotendruck bleibt ethisches Handeln im Programmauftrag zentral.
Internationale Beispiele – etwa Initiativen in den USA und Grossbritannien – bestätigen eine wachsende Sensibilität für Programmqualität. Doelker-Tobler sieht darin eine Chance für öffentlich-rechtliche Medien, sich mit hochwertigen, differenzierten Angeboten als relevante Akteure im Bildungsbereich zu behaupten – und für die Wissenschaft, diese Entwicklung aktiv zu begleiten.

https://doi.org/10.21240/mpaed/66/2025.06.24.X

Literatur

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