Erinnerungen an Verena Doelker-Tobler
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Schlagworte

Kinderfernsehen
Jugendfernsehen
Unterhaltung
Programmredaktion

Zitationsvorschlag

Burri, Josef, Verena Billeter-Guggenbühl, Ruth Halter-Schmid, Franz Hohler, Emil Steinberger, Mario Cortesi, Ulrich Kündig, Erich Gysling, Regula Zweifel, und Ursi Kugler. 2025. „Erinnerungen an Verena Doelker-Tobler“. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung 66 (Verena Doelker-Tobler):37-61. https://doi.org/10.21240/mpaed/66/2025.06.21.X.

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Copyright (c) 2025 Josef Burri, Verena Billeter-Guggenbühl, Ruth Halter-Schmid, Franz Hohler, Emil Steinberger, Mario Cortesi, Ulrich Kündig, Erich Gysling, Regula Zweifel, Ursi Kugler

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Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

Abstract

Verena Doelker-Tobler (1932–2018) prägte das Schweizer Fernsehen über Jahrzehnte als Pionierin des Kinder- und Familienprogramms. Mit pädagogischer Leidenschaft, unermüdlichem Einsatz und einem feinen Gespür für Inhalte, Formen und Talente ermöglichte sie innovative Formate, förderte junge Kreative und setzte sich für ein Fernsehen ein, das bildet und bewegt.
Als Leiterin der Abteilung Familie und Bildung stärkte sie ab 1980 insbesondere das Vorabendprogramm. Sie initiierte zahlreiche Eigenproduktionen, darunter beliebte Serien wie Besuch im Zoo oder 3-2-1 Contact, sowie gesellschaftlich relevante fiktionale Produktionen wie Peppino oder Flucht mit Luzifer. Internationale Kooperationen mit ZDF, ORF und FR3 nutzte sie strategisch zur Professionalisierung und Qualitätssteigerung des Programms.
Künstler, Redakteur:innen und Kulturschaffende würdigen in ihren Erinnerungen Verena Doelker-Tobler als inspirierende, mutige Ermöglicherin, die mit Rückgrat, diplomatischem Geschick und Begeisterung ihre Visionen durchsetzte. Sie glaubte an das Potenzial junger Menschen, setzte sich für anspruchsvolle Inhalte ein und schuf kreative Freiräume – auch gegen Widerstände in einer männerdominierten Führungsstruktur.
Neben ihrer Fernsehkarriere engagierte sie sich gesellschaftlich, etwa in der Gesellschaft zu Fraumünster, wo sie Frauen strategisch förderte. Ihr Wirken hinterlässt bleibende Spuren in der Schweizer Medienlandschaft – als Vorreiterin eines bildungsnahen, kindgerechten und menschlich geprägten Service-public-Fernsehens.

https://doi.org/10.21240/mpaed/66/2025.06.21.X