Abstract
Der Beitrag analysiert die Integration digitaler Medien in organisationale Lernprozesse unter Anwendung eines interdisziplinären Ansatzes, der Medienpädagogik und Organisationspädagogik vereint. Eine Möglichkeit zur Strukturierung und Analyse dieser komplexen Zusammenhänge ist die Modellierung. Modelle dienen als vereinfachte Darstellungen der Realität und ermöglichen es, die Auswirkungen von Veränderungen systematisch zu untersuchen. Modelle wie das von Pätzold (2014, 2017, 2020) entwickelte Lerndreieck organisationalen Lernens spielen hierbei eine entscheidende Rolle, da sie die Komplexität von Lernprozessen vereinfachen und visualisieren. Sie ermöglichen, Zusammenhänge zwischen Medien, Individuum, Organisation und Gesellschaft besser zu verstehen. Dieses Modell im Speziellen bietet eine solide Grundlage, um die Integration digitaler Medien in Organisationen zu analysieren. Durch die Spezifizierung dieses Modells rückt insbesondere die Organisationskultur in den Fokus. Dabei stellt sich die Frage, wie sich digitale Technologien auf die Lernkultur und Lernprozesse in Organisationen auswirken. Die Integration digitaler Medien verändert kulturelle Rahmenbedingungen und beeinflusst somit auch das organisationale Lernen. Die Berücksichtigung von Organisations- und Lernkultur in der Entwicklung von Modellen kann zu Erkenntnissen für eine praxisrelevante Forschung zum Thema organisationales Lernen mit digitalen Medien führen. Die Kombination von Medienpädagogik, Mediendidaktik und Organisationspädagogik ermöglicht ein vertieftes interdisziplinäres Verständnis der organisationalen Zusammenhänge, das zur Gestaltung zukunftsfähiger Lernumgebungen beitragen kann.
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