Abstract
Das in den vergangenen Jahren ausgehend von Bourdieus Habituskonzept und eng an empirischen Daten entlang entwickelte Konzept des ‚medialen Habitusʻ ermöglicht es, einige zentrale, im Spannungsfeld ‚Schule und Medienʻ zu beobachtende und zunächst einmal paradox erscheinende Befunde theoriegeleitet zu bearbeiten und aufzuklären. Die Analyse der den Umgang mit den verschiedenen Medien grundierenden habitus- und milieuspezifischen Dispositionen, Wertekanons und Handlungsmuster von (zukünftigen) Lehrpersonen erlaubt tiefere Einblicke als die lange dominante Fokussierung auf Fragen der Ausstattung oder medientechnischer Bedienkompetenzen.