Abstract
In einem partizipativen Forschungsprozess mit Jugendlichen als Expert:innen in eigener Sache werden Interaktionsprozesse in (mediatisierten) Handlungsräumen betrachtet, um Rückschlüsse auf den Einfluss des Zusammenspiels aus medialen und non-medialen Kommunikationsformen auf die Partizipationschancen Jugendlicher ziehen zu können.
Ausgehend von Fokusgruppeninterviews mit hauptberuflichen und ehrenamtlichen Expert:innen sowie Jugendlichen werden in kollaborativer Interpretationsarbeit mit den Co-Forschenden zunächst Voraussetzungen gelungener Partizipation identifiziert. Es werden Thesen für analoge und digitale Jugendpartizipation diskutiert und mediengestützt idealtypische Partizipationsformate entwickelt und zur Anwendung gebracht.
In der Prozessbeschreibung wird die Entwicklung, Erprobung und Evaluation von drei Beispielen idealtypischer Partizipationsformate dargestellt: ein jugendpolitisches BarCamp, eine Talkreihe zu Diversitätsthemen, die Jugend und Expert:innen in einen interaktiven Austausch bringen soll und ein Gamingstream zur spielerischen Weiterentwicklung der Modellregion.
Alle drei Formate wurden über die Social-Media-Plattform Instagram und die Livestreamingplattform twitch begleitet. Die Daten der Plattformen zum Nutzungsverhalten der Follower:innen wurden ebenso in die Analyse des Interaktions- und Partizipationsverhaltens einbezogen wie die Transkripte der aufgezeichneten Talkreihe.
Die im Prozess entstandenen Materialsorten werden, differenziert nach Zielsetzung und Erhebungsmethode, in Bezug auf Grenzen und Potenziale diskutiert und aus den Ergebnissen Chancen und Limitationen partizipativer Jugendmedienforschung abgeleitet.
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