Abstract
Insbesondere seit der Coronapandemie wurden verstärkt Lehrinhalte in den digitalen Raum verlagert, sodass die Hochschullehre in Zukunft verstärkt medienpädagogisch aufbereitet werden muss. Dies trifft insbesondere auf Inhalte zu, welche in einer Reihe von Studiengängen Grundlagen darstellen. Zu diesen Querschnittsthemen gehört u. a. der Bereich des Kinderschutzes. Die Anzahl gemeldeter Kindeswohlgefährdungen erreichte 2024 einen neuen Höchststand, sodass dieses Thema kein Nischenphänomen darstellt und alle mit Kindern befassten Personen gefordert sind, kompetent und sensibel (potenziell) Betroffenen Hilfe anzubieten.
Jedoch stellt sich die Frage, wie solche digitalen Studienangebote, die psychisch belastend sind und auch primär in der Reflexion und im Dialog vermittelt werden, in den digitalen Raum transferiert werden können, ohne die Studierenden psychisch allein zu lassen. In diesem Kontext muss die Gestaltung pädagogischer Beziehungen im digitalen Raum neu verhandelt werden.
Besonders umfangreich ist das deutschlandweit digital angebotene Kinderschutzmodul – der ‹Interdisziplinäre Kinderschutzfachtag› – der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser vermittelt Kompetenzen im Kinderschutz und zertifiziert die Teilnahme mithilfe einer KI-gestützten Software. Der Kinderschutzfachtag wird im Beitrag anhand seiner wissenschaftlichen Begleitung vorgestellt. Insgesamt wurden 364 Studierende schriftlich um eine quantitative und qualitative Rückmeldung gebeten sowie zwanzig Studierende an vier Standorten vertiefend insbesondere zu den mit dem Kurs verbundenen psychischen Belastungen und diesbezüglich gewünschten Unterstützungsmassnahmen befragt.
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