Abstract
Im Gespräch reflektiert Martina Leeker die Verflechtungen von Digitalisierung, Subjektivierung und ästhetischer Praxis. Ausgehend von ihrer Arbeit an der Schnittstelle von Medienwissenschaft, Theaterpraxis und künstlerischer Forschung diskutiert sie mit den Herausgeber:innen des Themenheftes, wie datenbasierte Technologien gegenwärtige Formen des Wahrnehmens, Handelns und Wissens prägen. Anknüpfend an Überlegungen zum Zaudern, zur Kritik und zu ästhetischen Experimentierformen zeigt Leeker, wie künstlerische Forschung Räume eröffnen kann, in denen digitale Machtverhältnisse erfahrbar, befragbar und potenziell transformierbar werden. Das Gespräch liefert wichtige Impulse für die Debatte um Becoming Data, indem es die Verwobenheit von Theatralität, Medialität und widerständiger Praxis in den Blick nimmt.
Literatur
Chun, Wendy Hui Kyong. 2021. Discriminating Data: Correlation, Neighborhoods, and the New Politics of Recognition. Cambridge, MA: MIT Press.
Hagen, Wolfgang. 2000. Radio Schreber. Der ‹moderne Spiritismus› und die mediale Konstruktion des Körpers. Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität.
Hagen, Wolfgang. 2002. «Die Stimme als körperloses Ereignis. Zur Mediengeschichte der Telephonie.» In Übertragung – Übersetzung – Überlieferung. Episteme und Sprache in der Psychoanalyse Lacans, herausgegeben von Friedrich Balke, Joseph Vogl, und Benno Wagner, 121 – 150. München: Fink.
Leeker, Martina. 2024. «Performing TikTok. Anleitungen für ‹versierte Spieler› im posthumanen Theater digitaler Kulturen». KULTURELLE BILDUNG ONLINE. https://doi.org/10.25529/afbt-6g11.
Melville, Herman. 2018 [dt. Erstausgabe 1939]. Bartleby der Schreibgehilfe: Eine Geschichte von der Wallstreet. München: Penguin.
Vogl, Joseph. 2007. Über das Zaudern. Zürich und Berlin: Diaphanes.
