Abstract
Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen und das methodische Design der Dissertation dar. Im ersten Teil wird die Strukturale Bildungstheorie nach Winfried Marotzki vorgestellt, die Bildung als Transformation von Selbst- und Weltverhältnissen begreift und Biografiearbeit als zentrales Moment von Bildungsprozessen in spätmodernen Gesellschaften versteht. Darauf aufbauend wird die Strukturale Medienbildung (Jörissen und Marotzki 2009) erläutert, die Medien als konstitutiven Bestandteil von Orientierungs- und Bildungsprozessen begreift und vier lebensweltliche Reflexionsdimensionen unterscheidet: Wissensbezug, Handlungsbezug, Grenzbezug und Biografiebezug. Ergänzend wird der Begriff der medialen Artikulation eingeführt, um reflexive Potenziale künstlerischer Ausdrucksformen theoretisch zu fassen. Im zweiten Teil wird das Forschungsdesign der Arbeit vorgestellt: Als methodologischer Rahmen dient der Neoformalismus nach Bordwell und Thompson, der Medienwerke als Kunstwerke begreift und den Fokus auf deren formale und ästhetische Gestaltung legt. Als ergänzender Forschungsstil wird die Grounded Theory nach Strauss und Corbin herangezogen, um eine systematische transmediale Kategorienbildung zu ermöglichen. Für die Medienanalysen werden die neoformalistische Computerspielanalyse (Fromme und Könitz 2014) sowie die Comicanalyse nach Dittmar eingesetzt. Abschliessend wird das Sample vorgestellt: drei Videospiele und 39 Comics der Tomb Raider Survivor-Storyworld (2013 – 2019), das mittels eines iterativen Codierverfahrens in MAXQDA ausgewertet wurde.
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