Abstract
Der Beitrag widmet sich dem Lehrmittelhandeln als spezifische Form des Medienhandelns von Lehrpersonen aus den medienpädagogischen Perspektiven der Lehrmittelforschung und der schulbezogenen Digitalisierungsforschung. Zur Beantwortung der Frage, wie sich Lehrmittelhandeln von Lehrpersonen konstituiert, erfolgt eine Untersuchung des Wechselverhältnisses zwischen Struktur und Agency anhand medialer, zeitlicher und räumlicher Aspekte. Vorgestellt wird ein aus der Auseinandersetzung mit dem Phänomen emergierendes konvergentes Mixed-Methods-Design. Es ermöglicht ein auf empirischen Daten basierendes umfassendes Verständnis des Lehrmittelhandelns. Zur Analyse gelangt eine Unterrichtssituation mit einem Französischlehrmittel, das als digitales Schulbuch im Regelunterricht in der Schweiz flächendeckend eingesetzt wird. Abschliessend wird darauf eingegangen, wie und welche Forschungsmethoden es ermöglichen, Lehrmittelhandeln als Medienhandeln zwischen Struktur und Agency in medialen, zeitlichen und räumlichen Kontextaspekten zu untersuchen.
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